Sicherer Transport von Rotorblättern durch umfassende Belastungsprüfungen
Pressemitteilung, 13. Februar 2026
Der Transport der zunehmend längeren und schwereren Rotorblätter von Windenergieanlagen wird immer komplexer. Jeder Schritt – vom Verladen über den See- und Straßentransport bis hin zur endgültigen Installation – bringt mechanische Belastungen mit sich, die zu Schäden führen können, wenn sie nicht vollständig verstanden werden. Um diesen Prozess sicherer und effizienter zu gestalten, entwickelt das Fraunhofer IWES verbesserte Methoden zur Lastfallanalyse, mit denen Risiken frühzeitig erkannt und die gewonnenen Erkenntnisse direkt in die Konstruktion der Rotorblätter und der Transportvorrichtungen einfließen können.
Warum der Transport von Rotorblättern besser überwacht werden muss
Rotorblätter von Windenergieanlagen können Längen von 100 Metern oder mehr erreichen. Während des Transports sind sie einer Kombination aus statischen und dynamischen Belastungen ausgesetzt: Stöße durch unebene Straßen, Torsionsverformungen beim Transport, Druckstellen durch Klemmvorrichtungen und zyklische Belastungen auf langen Strecken. Bestehende Transportprozesse basieren oft auf Erfahrung und bewährten Verfahren – ohne detaillierte Messungen können jedoch potenziell schädliche Belastungen unbemerkt bleiben.
Je länger Rotorblätter werden, desto nachgiebiger und empfindlicher reagieren sie auf Klemmkräfte, Kontaktdrücke und Torsionsbelastungen.
IWES-Ansatz: Lastfallanalyse in skalierten Tests und Ganzblatttests
Der erste Schritt bei der Entwicklung von Überwachungslösungen ist ein detailliertes Verständnis der potenziellen Ausfallmechanismen und der maximal zulässigen Lastwerte. Um das Verhalten der Rotorblätter während des Transports zu bestimmen, führt das Fraunhofer IWES sowohl kleinmaßstäbliche Tests an kritischen Rotorblattkomponenten – insbesondere an den Stegen – als auch Ganzblattprüfungen durch. Ausgewählte Tests im Originalmaßstab können auch beim Kunden vor Ort mit Fraunhofer IWES-Testaufbauten und Messsystemen durchgeführt werden. Die Alternative wäre, die entsprechenden Tests nach der Zertifizierungsprüfung durchzuführen, wenn sich das Rotorblatt bereits am Fraunhofer IWES befindet.
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Forschungsfeld Leichtbau